Kurze Antwort: Am einfachsten installierst du WordPress mit dem 1-Klick-Installer im Kundenbereich deines Hosters: Domain wählen, Titel, Benutzername und ein starkes Passwort eingeben und auf Installieren klicken – das dauert etwa fünf Minuten. Alternativ installierst du WordPress manuell: von WordPress.org herunterladen, auf den Server hochladen, eine Datenbank anlegen und die berühmte Fünf-Minuten-Installation starten. Zum Üben kannst du WordPress auch lokal auf deinem Computer installieren.
Bevor du loslegst
- Eine Domain, die auf deinen Hoster zeigt.
- Ein Hosting, das die Anforderungen erfüllt: WordPress.org empfiehlt PHP 8.3 oder neuer und MySQL 8.0+ oder MariaDB 10.11+. Mehr dazu in unserem Ratgeber zum besten WordPress-Hosting.
- Ein SSL-Zertifikat (bei den meisten Hostern kostenlos über Let’s Encrypt), damit deine Website per HTTPS läuft.
- Für Websites mit deutschem Publikum: am besten ein Hoster mit Rechenzentrum in Deutschland oder der EU und einem Vertrag zur Auftragsverarbeitung (AV-Vertrag) nach DSGVO.
Methode 1: Installation per Klick (empfohlen)
- Melde dich im Kundenbereich deines Hosters an (cPanel, Plesk, KAS oder ein eigenes Dashboard).
- Suche nach WordPress, App-Installer oder einem Werkzeug wie Softaculous.
- Wähle deine Domain und lass das Verzeichnis leer, um im Hauptverzeichnis zu installieren (
deineseite.de). - Gib einen Website-Titel, einen Admin-Benutzernamen (nicht „admin“), ein starkes Passwort und deine E-Mail-Adresse ein.
- Wähle Deutsch als Sprache, falls der Installer das anbietet.
- Klicke auf Installieren und warte ein bis zwei Minuten.
- Öffne
deineseite.de/wp-adminund melde dich an.
Viele Hoster bieten außerdem einen Einrichtungsassistenten, der WordPress direkt beim Kauf des Pakets installiert.
Methode 2: Manuelle Installation
Die manuelle Installation gibt dir volle Kontrolle und ist nützlich, wenn dein Hoster keinen Installer hat.
- WordPress herunterladen – die deutsche Version gibt es auf de.wordpress.org – und entpacken.
- Datenbank anlegen: Erstelle im Hosting-Panel eine MySQL-Datenbank und einen Datenbank-Benutzer mit allen Rechten. Notiere Datenbankname, Benutzer und Passwort.
- Dateien hochladen: mit einem FTP/SFTP-Programm (oder dem Dateimanager des Hosters) in das Hauptverzeichnis, oft
public_htmloderhtdocs. - Domain aufrufen: Der WordPress-Einrichtungsbildschirm erscheint. Wähle die Sprache.
- Datenbankdaten eingeben: Datenbankname, Benutzername, Passwort, Datenbank-Host (meist
localhost) und Tabellen-Präfix (änderewp_am besten in etwas Eigenes). - Installation starten: Website-Titel, Admin-Benutzername, Passwort und E-Mail eintragen.
- Anmelden unter
deineseite.de/wp-admin.
Die offizielle Schritt-für-Schritt-Anleitung findest du (auf Englisch) in der Installationsdokumentation von WordPress.org.
Methode 3: WordPress lokal auf dem Computer installieren
Mit einer lokalen Installation lernst und testest du ohne Hosting. Kostenlose Werkzeuge richten einen lokalen Server ein und installieren WordPress automatisch. Das Dashboard erreichst du dann zum Beispiel unter localhost/wordpress/wp-admin oder unter einer lokalen Domain, die das Werkzeug anlegt. Nur du siehst diese Website, bis du sie zu einem Hoster umziehst.
Welche Methode passt zu dir?
| Methode | Dauer | Schwierigkeit | Ideal für |
|---|---|---|---|
| Per Klick | ~5 Minuten | Leicht | Die meisten |
| Manuell | 15–30 Minuten | Mittel | Hoster ohne Installer, Verstehen der Technik |
| Lokal | 10–20 Minuten | Leicht bis mittel | Üben, Themes und Plugins testen |
10 Dinge direkt nach der Installation
- Zeitzone (Berlin oder Wien) und Website-Titel unter Einstellungen → Allgemein setzen.
- Permalinks auf Beitragsname umstellen.
- Beispielbeitrag, Beispielseite und Beispielkommentar löschen.
- Ungenutzte Standard-Themes und -Plugins entfernen.
- Ein schnelles Theme wählen und aktivieren.
- Ein SEO-Plugin installieren.
- Automatische Backups einrichten.
- Grundlegende Sicherheit umsetzen – siehe unseren Ratgeber WordPress-Sicherheit.
- Wichtige Seiten anlegen: Über uns, Kontakt, Impressum und Datenschutzerklärung (eine Vorlage findest du unter Einstellungen → Datenschutz, sie muss aber angepasst werden).
- Prüfen, ob die Website per HTTPS lädt.
Was auf deinem Server installiert wird
Eine WordPress-Installation besteht aus drei Teilen. Die Core-Dateien (Ordner wie wp-admin und wp-includes) sind die Software selbst – bearbeite sie nie, denn Updates überschreiben sie. Der Ordner wp-content enthält alles, was dir gehört: Themes, Plugins und hochgeladene Medien. Die Datenbank speichert Beiträge, Seiten, Einstellungen und Benutzer. Die Datei wp-config.php verbindet Dateien und Datenbank und enthält wichtige Einstellungen. Ein vollständiges Backup umfasst deshalb immer Dateien und Datenbank.
Den Admin-Zugang vom ersten Tag an schützen
- Wähle einen eindeutigen Benutzernamen – nicht „admin“ und nicht deinen Domainnamen.
- Nutze ein langes Passwort aus einem Passwort-Manager.
- Aktiviere die Zwei-Faktor-Authentifizierung mit einem Sicherheits-Plugin.
- Hinterlege deine echte E-Mail-Adresse, damit Passwort-Resets ankommen.
Mit oder ohne www?
Entscheide, ob deine Website unter www.deineseite.de oder deineseite.de erreichbar sein soll, trage das unter Einstellungen → Allgemein ein und leite die andere Variante dorthin um. Für SEO ist beides in Ordnung – wichtig ist nur, dass du konsequent bleibst.
Prüfe, ob dein Server sicher ist
WordPress läuft mit PHP, daher beeinflusst die PHP-Version Tempo und Sicherheit. Öffne nach der Installation Werkzeuge → Website-Zustand und prüfe die Hinweise. Ist deine PHP-Version alt oder ohne Support, bitte deinen Hoster um ein Upgrade – bei vielen Hostern kannst du die Version auch selbst im Kundenbereich umstellen. Im Oktober 2026 wurde das dringend, als die PHP2Shell genannten Schwachstellen ungepatchte Server weltweit betrafen.
Häufige Probleme bei der Installation
| Problem | Lösung |
|---|---|
| „Fehler beim Aufbau einer Datenbankverbindung“ | Datenbankname, Benutzer, Passwort und Host in der wp-config.php prüfen |
| Der Einrichtungsbildschirm erscheint nicht | Dateien liegen im falschen Ordner, oder die DNS-Änderung ist noch nicht aktiv |
| Warnung „Nicht sicher“ | SSL im Hosting-Panel aktivieren und die Website-Adresse auf https umstellen |
| Weiße Seite oder „kritischer Fehler“ | Siehe unsere Hilfe zum kritischen Fehler in WordPress |
Eine lokale Website zum Hoster umziehen
Wenn du deine Website lokal gebaut hast, musst du sie zu einem Hoster umziehen, damit sie öffentlich erreichbar ist. Am einfachsten geht das mit einem Migrations-Plugin: Es packt Dateien und Datenbank in ein Archiv, das du anschließend in eine frische WordPress-Installation bei deinem Hoster importierst. Prüfe danach die Website-Adresse unter Einstellungen → Allgemein, speichere die Permalinks einmal neu und teste Kontaktformulare und Bilder. Kontrolliere außerdem unter Einstellungen → Lesen, dass „Suchmaschinen davon abhalten, diese Website zu indexieren“ zum Start nicht mehr angehakt ist.
Checkliste vor dem Livegang
- Impressum und Datenschutzerklärung sind angelegt und im Footer verlinkt.
- Ein Cookie-Banner ist eingerichtet, falls du Statistik- oder Marketing-Dienste nutzt.
- Schriften werden lokal geladen statt von externen Servern.
- Kontaktformulare senden an die richtige Adresse und speichern nur nötige Daten.
- Ein erstes vollständiges Backup liegt außerhalb des Servers.
Häufige Fragen
Wie lange dauert die Installation?
Etwa fünf Minuten mit dem 1-Klick-Installer, manuell bis zu einer halben Stunde.
Ist die Installation kostenlos?
Ja, die Software ist kostenlos. Du bezahlst nur Hosting und Domain.
Kann ich WordPress ohne Hosting installieren?
Ja, lokal auf deinem Computer – aber nur du siehst die Website, bis du sie zu einem Hoster umziehst.
Kann ich WordPress in einem Unterordner installieren?
Ja, indem du bei der Installation ein Verzeichnis wählst, zum Beispiel /blog.
Kann ich die Sprache später ändern?
Ja, unter Einstellungen → Allgemein → Sprache der Website. WordPress lädt die Übersetzung automatisch.
Fazit
Nutze den 1-Klick-Installer, wenn nichts dagegen spricht, und nimm dir danach zehn Minuten für die Checkliste. Als Nächstes lernst du die Grundlagen in unserer WordPress Anleitung für Anfänger.
WordPressPrime.com ist ein unabhängiger Ratgeber und steht in keiner Verbindung zur WordPress Foundation, zu WordPress.org oder zu Automattic. Erstelle vor jeder Änderung ein Backup deiner Website und prüfe die offiziellen Quellen auf aktuelle Angaben.
