Kurze Antwort: Die WordPress-Software ist kostenlos, eine Website zu betreiben aber nicht. Ein einfacher Blog, den du selbst baust, kostet etwa 50–300 USD im Jahr. Eine kleine Firmenwebsite vom Freelancer kostet meist 1.500–6.000 USD einmalig plus 200–1.000 USD im Jahr, und eine individuelle Website oder ein Onlineshop von einer Agentur kann 10.000–50.000 USD und mehr kosten. In Deutschland liegen die Preise von Freelancern und Agenturen in ähnlichen Größenordnungen, nur eben in Euro – hinzu kommen Posten wie Impressum, Datenschutzerklärung und Cookie-Banner.
Der Endpreis hängt von drei Dingen ab: wer die Website baut, wie viele Funktionen du brauchst und welches Hosting du wählst. Hier sind alle Kosten verständlich erklärt, mit Beispielbudgets.
Die Kosten einer WordPress-Website im Überblick
| Posten | Typische Kosten | Nötig? |
|---|---|---|
| Domain | 10–20 USD pro Jahr (.de oft günstiger) | Ja |
| Hosting | 3–15 USD/Monat Shared, 25–100 USD und mehr/Monat Managed | Ja |
| SSL-Zertifikat | Meist kostenlos beim Hoster | Ja |
| Theme | Kostenlos oder 50–100 USD/Jahr (Premium) | Premium optional |
| Plugins | Kostenlos bis 50–300 USD/Jahr pro Plugin | Je nach Funktionen |
| Design und Entwicklung | 0 USD selbst, 1.500–15.000 USD Freelancer, ab 10.000 USD Agentur | Optional |
| Wartung | 0 USD selbst, 50–300 USD und mehr/Monat mit Wartungsvertrag | Empfohlen |
| Rechtstexte | Generator-Abo oder Anwalt | In Deutschland praktisch Pflicht |
Richtwerte in US-Dollar ohne Steuern. Viele Premium-Themes und -Plugins rechnen in Dollar ab; deutsche Dienstleister in Euro, für Unternehmen zuzüglich 19 % Umsatzsteuer.
1. Domain
Eine .de-Domain bekommst du bei vielen Anbietern für wenige Euro im Jahr, eine .com-Domain kostet meist 10–20 USD im Jahr. Manche Hoster schenken dir die Domain im ersten Jahr. Achte auf den Verlängerungspreis: Einige Registrare verlangen ab dem zweiten Jahr deutlich mehr.
2. Hosting
Beim Hosting „wohnt“ deine Website. Es ist der größte laufende Kostenpunkt und beeinflusst Tempo und Zuverlässigkeit am stärksten.
- Shared Hosting (3–15 USD/Monat): reicht für neue Blogs und kleine Websites.
- Managed WordPress-Hosting (25–100 USD und mehr/Monat): schneller, mit Backups, Updates und Experten-Support. Gut für Unternehmen.
- VPS oder Cloud (15–100 USD und mehr/Monat): mehr Leistung und Kontrolle, aber du brauchst technisches Wissen.
Günstige Einstiegspreise setzen oft voraus, dass du ein bis vier Jahre im Voraus zahlst, und verlängern sich teurer. Vergleiche die Angebote in unserem Ratgeber zum besten WordPress-Hosting.
3. Themes
Im offiziellen Theme-Verzeichnis gibt es Tausende kostenlose Themes in guter Qualität. Premium-Themes kosten etwa 50–100 USD im Jahr und bieten mehr Designs, Funktionen und Support. Viele kleine Websites brauchen nie ein kostenpflichtiges Theme.
4. Plugins
Kontaktformulare, SEO und Backups lassen sich fast immer mit kostenlosen Plugins aus dem Plugin-Verzeichnis lösen. Premium-Plugins kosten meist 50–300 USD im Jahr pro Plugin. Ein Onlineshop, ein Mitgliederbereich oder ein Buchungssystem braucht mehr kostenpflichtige Plugins als ein Blog. Für deutsche Shops kommen oft spezielle Erweiterungen für Rechtssicherheit hinzu, etwa für Grundpreisangaben, Lieferzeiten und den Bestell-Button.
5. Design und Entwicklung
Hier schwanken die Preise am stärksten:
- Selbst machen: 0 USD – du investierst Zeit statt Geld. Starte mit unserer Anleitung WordPress installieren.
- Freelancer: etwa 1.500–6.000 USD für eine typische kleine Firmenwebsite, mehr für individuelle Funktionen. Stundensätze liegen häufig zwischen 25 und 150 USD; in Deutschland sind 60–120 Euro pro Stunde für erfahrene Freelancer nicht ungewöhnlich.
- Agentur: ab 10.000 USD für individuelles Design, Strategie, Texte und größere Projekte.
6. Wartung
Eine Website braucht Updates, Backups, Sicherheitsprüfungen und gelegentliche Reparaturen. Das schaffst du selbst in etwa einer Stunde pro Monat, oder du zahlst für einen Wartungsvertrag, meist 50–300 USD und mehr im Monat, je nach Umfang.
7. Rechtstexte und Datenschutz
In Deutschland brauchst du für geschäftsmäßige Websites ein Impressum und eine Datenschutzerklärung, bei Statistik- oder Marketing-Tools zusätzlich eine Cookie-Einwilligung. Viele nutzen dafür kostenpflichtige Generatoren oder Abo-Dienste, die Texte bei Rechtsänderungen aktualisieren; bei Onlineshops kommen AGB und Widerrufsbelehrung hinzu. Plane dafür ein kleines jährliches Budget ein – Abmahnungen wegen fehlerhafter Rechtstexte sind deutlich teurer.
Beispielbudgets
| Website-Typ | Erstes Jahr | Folgejahre |
|---|---|---|
| Privater Blog (selbst gebaut) | 50–300 USD | 50–300 USD |
| Kleine Firmenwebsite (selbst + Premium-Theme) | 150–600 USD | 150–600 USD |
| Kleine Firmenwebsite (Freelancer) | 1.500–6.000 USD | 300–1.500 USD |
| Onlineshop (WooCommerce) | 3.000–20.000 USD | 600–5.000 USD |
| Individuelle Website / Unternehmen (Agentur) | 10.000–50.000 USD und mehr | 3.000–20.000 USD und mehr |
Das sind typische Spannen, keine Angebote. Region, Projektgröße und die Menschen, die du beauftragst, verändern sie.
Versteckte Kosten
- Hosting-Verlängerungen, die sich nach der ersten Laufzeit verdoppeln.
- Jährliche Verlängerungen von Premium-Plugins.
- Zahlungsgebühren im Onlineshop (je nach Anbieter und Zahlungsart, oft 1–3 % pro Transaktion).
- E-Mail-Hosting für eine professionelle Adresse.
- Inhalte: Fotos, Texte und Übersetzungen.
- Barrierefreiheit: Seit dem Barrierefreiheitsstärkungsgesetz (BFSG) müssen viele Onlineshops für Verbraucher barrierefrei sein – das kann zusätzliche Arbeit bedeuten.
- Reparaturen nach einem Hack oder einem fehlgeschlagenen Update, wenn kein Backup existiert.
So sparst du, ohne an der falschen Stelle zu kürzen
- Starte mit einem soliden kostenlosen Theme und kaufe Premium-Werkzeuge erst, wenn du sie brauchst.
- Investiere in gutes Hosting – das spart Ärger mit Tempo und Sicherheit.
- Nutze ein gut gebautes Plugin statt mehrerer kleiner.
- Lerne die Grundlagen selbst mit unserer WordPress Anleitung für Anfänger.
- Hol mindestens drei Angebote mit demselben schriftlichen Briefing ein.
Beispiele aus der Praxis
Das Portfolio einer Fotografin. Shared Hosting für etwa 4 USD im Monat bei drei Jahren Laufzeit, kostenloses Theme und Galerie-Plugin. Erstes Jahr: rund 70 USD inklusive Domain, dazu zwei Wochenenden Eigenarbeit.
Die Website eines Sanitärbetriebs. Ein Freelancer berechnete 3.200 USD für zehn Seiten mit Anfrageformular und lokaler SEO, dazu 25 USD im Monat für Managed Hosting und 79 USD im Monat für Wartung. Erstes Jahr: etwa 4.500 USD – nach wenigen Monaten durch neue Anfragen wieder eingespielt.
Ein wachsender Onlineshop. Eine Modemarke investierte rund 14.000 USD bei einer Agentur in einen WooCommerce-Shop mit Produktfiltern und Warenwirtschafts-Anbindung. Laufende Kosten: etwa 250 USD im Monat.
Sicherheit nicht vergessen
Sicherheit kostet Geld, aber viel weniger als die Wiederherstellung nach einem Hack. Plane Budget für ein Hosting ein, das Server zügig patcht, für Backups und eventuell eine Firewall. Im Oktober 2026 haben die PHP2Shell genannten Schwachstellen gezeigt, wie wertvoll ein Hoster ist, der sich um Server-Updates kümmert. Mehr dazu in unserem Ratgeber WordPress-Sicherheit.
So bekommst du vergleichbare Angebote
Schreibe ein einseitiges Briefing mit Zielen, Seiten, Funktionen, Termin und Budgetrahmen und schicke es an drei Anbieter. Lass dir Design, Entwicklung, Inhalte, Hosting und Support getrennt ausweisen. So siehst du, wo und warum sich die Preise unterscheiden.
Häufige Fragen
Ist WordPress wirklich kostenlos?
Ja. Die Software ist frei und kostenlos unter der GPL-Lizenz. Du zahlst für Hosting, Domain und eventuelle Premium-Extras.
Was ist der günstigste Weg zu einer WordPress-Website?
Shared Hosting, ein kostenloses Theme und kostenlose Plugins. Rechne mit etwa 50–150 USD im ersten Jahr – plus Rechtstexte.
Was kostet eine WordPress-Website pro Monat?
Die meisten kleinen Websites kosten 5–50 USD im Monat. Firmenwebsites mit Managed Hosting und Wartungsvertrag oft 100–400 USD im Monat.
Fazit
Kläre zuerst, wer die Website baut und welche Funktionen sie braucht – daraus ergibt sich das Budget. Und wenn du noch zwischen Plattformen schwankst, lies WordPress vs. Wix.
WordPressPrime.com ist ein unabhängiger Ratgeber und steht in keiner Verbindung zur WordPress Foundation, zu WordPress.org oder zu Automattic. Erstelle vor jeder Änderung ein Backup deiner Website und prüfe die offiziellen Quellen auf aktuelle Angaben.
