WordPress vs. Wix (2026): ehrlicher Vergleich für Einsteiger

Kurze Antwort: Wähle Wix, wenn du den einfachsten Baukasten aus einer Hand willst und es dir nichts ausmacht, auf einer Plattform zu bleiben. Wähle WordPress (selbst gehostet), wenn dir die Website ganz gehören soll, du mehr Flexibilität, bessere langfristige SEO-Möglichkeiten und Spielraum für eine größere Website oder einen Shop willst. Wix ist schneller gestartet, WordPress wächst besser mit.

Mit beiden Plattformen lassen sich schöne Websites bauen. Der eigentliche Unterschied ist die Kontrolle. Wix ist ein gehosteter Dienst: Du mietest alles im Paket. WordPress ist kostenlose Software, die du bei einem Hoster deiner Wahl installierst – die Website gehört dir, und du kannst sie jederzeit umziehen. Dieser Vergleich zeigt, worauf es bei echten Projekten ankommt.

WordPress und Wix im Überblick

MerkmalWordPress (selbst gehostet)Wix
SoftwarekostenKostenlos (Hosting und Domain kosten Geld)Gratis-Tarif mit Werbung; bezahlte Tarife ab etwa 17 USD/Monat bei jährlicher Zahlung
BedienungMittlere LernkurveSehr einfaches Drag-and-drop
GestaltungsfreiheitTausende Themes und voller Code-ZugriffHunderte Vorlagen; begrenzter Code-Zugriff
ErweiterungenÜber 60.000 kostenlose PluginsWix App Market (kleiner)
Eigentum und ExportVollständig; Hoster jederzeit wechselbarWebsite bleibt bei Wix; Export begrenzt
OnlineshopWooCommerce, sehr flexibelAb dem Core-Tarif eingebaut
WartungDu (oder dein Hoster)Übernimmt Wix
Ideal fürWachsende Firmen, Blogs, Content-Websites, ShopsKleine, einfache Websites, schneller Start

Bedienung

Für Einsteiger gewinnt Wix. Du wählst eine Vorlage, ziehst Elemente an die gewünschte Stelle und veröffentlichst. Hosting, Sicherheit und Updates sind erledigt.

WordPress braucht ein paar Stunden Einarbeitung. Du wählst einen Hoster, installierst WordPress (bei vielen Hostern per Klick), suchst ein Theme aus und ergänzt Plugins. Der moderne Block-Editor hat das deutlich vereinfacht. Unsere WordPress Anleitung für Anfänger erklärt die Grundlagen an einem Nachmittag.

Kosten

Wix hat einen kostenlosen Tarif, der aber Wix-Werbung zeigt und eine Wix-Subdomain nutzt. Bezahlte Tarife (jährlich) beginnen laut aktuellen Tests bei etwa 17 USD/Monat für Light, 29 USD für Core und 39 USD für Business – die Preise für Deutschland in Euro findest du auf der Wix-Tarifseite. Zum Verkaufen brauchst du mindestens Core.

Eine selbst gehostete WordPress-Website kostet meist 5–30 USD im Monat für Hosting plus wenige Euro im Jahr für eine .de-Domain. Premium-Themes und -Plugins sind optional. Die vollständige Übersicht findest du unter Was kostet eine WordPress-Website?.

Fazit: Bei kleinen Websites ähnlich; WordPress wird meist günstiger, je größer die Website wird, weil du keine höheren Tarife bezahlen musst, um Funktionen freizuschalten.

Design und Flexibilität

Wix bietet pixelgenaue Drag-and-drop-Kontrolle – ideal für einfache Layouts. Im klassischen Wix-Editor kannst du die Vorlage nach dem Livegang aber nicht wechseln, ohne die Website neu zu bauen.

Bei WordPress kannst du das Theme jederzeit wechseln und behältst deine Inhalte. Mit Block-Themes, Page-Buildern und eigenem Code gibt es kaum etwas, das du nicht bauen kannst.

SEO

Beide Plattformen können bei Google ranken. Wix hat seine SEO-Werkzeuge stark verbessert: Titel, Beschreibungen, Weiterleitungen und strukturierte Daten lassen sich bearbeiten.

WordPress bietet mehr Kontrolle: frei gestaltbare URLs, fortgeschrittene SEO-Plugins, Schema-Optionen, schnellere Hosting-Möglichkeiten und bessere Handhabung großer Content-Websites. Googles eigener SEO-Leitfaden für Einsteiger macht aber klar: Gute Inhalte sind wichtiger als die Plattform.

Datenschutz und Rechtliches

Für deutsche Websites zählt auch, wo Daten verarbeitet werden. Bei Wix liegen deine Website und die Daten deiner Besucher auf der Infrastruktur des Anbieters; du schließt mit Wix einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung und nennst den Dienst in deiner Datenschutzerklärung. Bei WordPress entscheidest du selbst, ob der Server in Deutschland steht, welche Dienste eingebunden werden und ob Schriften lokal geladen werden. Impressum, Datenschutzerklärung und Cookie-Einwilligung brauchst du auf beiden Plattformen.

Blog und Onlineshop

WordPress begann als Blog-Software und ist bis heute die stärkste Wahl für Inhalte: Kategorien, Schlagwörter, Revisionen, Zeitplanung und mehrere Autoren. Der Wix-Blog reicht für gelegentliche Beiträge. Beim Shop ist Wix für kleine Sortimente einfach einzurichten; WooCommerce ist kostenlos, sehr flexibel und skaliert bis zu großen Shops, braucht aber mehr Einrichtung und gutes Hosting. Siehe WooCommerce vs. Shopify.

Eigentum und Umzug

Das ist der größte langfristige Unterschied. Mit WordPress kannst du jede Datei und jede Datenbanktabelle herunterladen und jederzeit zu einem anderen Hoster umziehen. Bei Wix lebt deine Website auf der Wix-Plattform. Du kannst einige Inhalte wie Blogbeiträge exportieren, das komplette Design aber nicht mitnehmen. Willst du später wechseln, baust du neu.

Wartung und Sicherheit

Wix kümmert sich um Sicherheit und Updates. Bei WordPress müssen Kern, Themes und Plugins aktualisiert werden – von dir, deinem Hoster oder einem Wartungsdienst. Das dauert etwa eine Stunde im Monat. Die Grundlagen stehen in unserem Ratgeber WordPress-Sicherheit.

Gesamtkosten über drei Jahre: ein realistisches Beispiel

Eine typische kleine Firmenwebsite mit acht Seiten, Kontaktformular und Blog:

PostenWordPress (3 Jahre)Wix Core (3 Jahre)
Plattform / HostingEtwa 360–720 USDEtwa 1.040 USD
DomainEtwa 45 USDIm ersten Jahr oft gratis, dann etwa 30 USD
Theme0–180 USD0 USD (Vorlagen inklusive)
Zusatzfunktionen0–300 USD0–300 USD
Ungefähre Summe400–1.250 USD1.070–1.370 USD

Bei kleinen Websites liegen die Zahlen nah beieinander. Der Unterschied zeigt sich beim Wachsen: Bei Wix bedeuten mehr Funktionen meist einen höheren Tarif, bei WordPress ergänzt du ein Plugin oder rüstest das Hosting erst auf, wenn du es brauchst.

Fehler bei der Wahl

  • Nur auf den Preis im ersten Jahr schauen: Vergleiche die Summe über drei Jahre.
  • Nicht klären, wer die Website pflegt: Wenn niemand WordPress aktualisiert, plane einen Hoster oder Dienst dafür ein.
  • Die Plattform wegen einer einzigen Funktion wählen: Denk daran, wo dein Unternehmen in zwei Jahren steht.
  • Inhalte vergessen: Ohne nützliche, eigene Inhalte rankt und verkauft keine Plattform.

Ein schneller Entscheidungstest

Wirst du jeden Monat Inhalte veröffentlichen? Planst du innerhalb von zwei Jahren Buchungen, Mitgliederbereiche oder einen Shop? Soll dir die Website vollständig gehören? Bei zwei oder mehr Ja ist WordPress langfristig wahrscheinlich das bessere Zuhause. Bei dreimal Nein bist du mit Wix gut bedient.

Häufige Fragen

Ist Wix besser für SEO als WordPress?

Nicht grundsätzlich. Beide können ranken; WordPress bietet mehr technische Kontrolle, was großen Websites hilft.

Kann ich von Wix zu WordPress wechseln?

Ja. Blogbeiträge lassen sich per RSS importieren, Seiten baust du von Hand nach. Das ist Arbeit, aber üblich.

Ist WordPress kostenlos?

Die Software ja; du zahlst Hosting und Domain. Achtung: WordPress.com ist ein eigener, gehosteter Dienst.

Fazit

Für eine schnelle, einfache Website ist Wix eine solide Wahl. Für alles, was wachsen soll – eine Firmenwebsite, einen Blog mit Einnahmen oder einen Onlineshop –, bietet WordPress mehr Freiheit, Eigentum und langfristigen Wert. Bereit? Folge unserer Anleitung WordPress installieren.

WordPressPrime.com ist ein unabhängiger Ratgeber und steht in keiner Verbindung zur WordPress Foundation, zu WordPress.org oder zu Automattic. Erstelle vor jeder Änderung ein Backup deiner Website und prüfe die offiziellen Quellen auf aktuelle Angaben.